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Angel Shooting in Poker

Angel Shooting ist kein Betrug selbst, es ist aber die Regeln so weit ausgedehnt, dass die Grenze zwischen Betrug und Regelausdehnung schon stark schwankt. Es ist ganz einfach wie der Name schon sagt wie wenn man einen Engel erschießt. Man wird zwar nach dem Gesetz nicht bestraft, aber viele Menschen werden sicher sauer sein. Daher tut man es einfach nicht.
Poker ist eigentlich ein sehr faires Spiel. Und der Verhaltenscodex verbietet es daher eigentlich nicht nur nicht zu betrügen, sondern auch eine unklar formulierte Regel nicht unnötig zu strapazieren. Aber es gibt genügend Pokerspieler, denen dies egal ist. Sie konzentrieren sich aufs Geld gewinnen und nutzen daher jede Möglichkeit dies zu tun. Es ist daher wichtig wenigstens zu wissen was es so für Möglichkeiten gibt, damit du beim nächsten Mal weißt mit wem du es zu tun hast.
Der unvollständige Call
In manchen Kasinos gilt ein Call nur als Call wenn er angesagt wird oder aber man mindestens die Hälfte des Calls in den Pot schiebt. Diese Tatsache machen sich nun einige Pokerspieler zunutze wenn sie nicht sicher sind ob sie am River vorne liegen oder nicht und der Gegner einen Einsatz gemacht hat. Sie schieben dann weniger als die Hälfte des Calls in die Mitte und hoffen, dass der Gegner seine Hand umdreht. Ist die Hand dann stärker, dann sagen sie, dass es gar kein Call war, sondern nur ein Versehen. Und außerdem sind es ja eh zu wenig Chips. Ist ihre Hand jedoch stärker, dann drehen sie diese um und kassieren den gesamten Pot ein.
Nicht eindeutige Bewegungen
Um zusätzliche Informationen zu bekommen täuscht ein Pokerspieler eine Handlung vor, die er gar nicht gemeint hat. Zum Beispiel wenn er am River einen Check-Raise machen möchte. Er checkt dann in einer etwas ungewöhnlichen Art und sagt auch nicht das er Checkt. Spielt jetzt sein Gegner an, dann macht er seinen Checkraise. Checkt sein Gegner jedoch auch, dann ist der Angelshooter natürlich ganz verwundert, weil er ja gar nicht checken wollte und versucht dann so doch noch anspielen zu dürfen.
Ein anderes Beispiel ist die Chips zwar in Richtung Pot zu bewegen, jedoch kurz vor der Bettingline stehen zu bleiben. So erhofft man sich eine zusätzliche Reaktion des Gegners und weitere Informationen ob man callen, raisen oder doch lieber folden soll.
Seine Hand falsch ansagen
Beim Poker in Kasinos und Pokerräumen ist es üblich, dass die Spieler am Ende sagen was für eine Hand sie haben. Dies macht es einfacher und oft fehlt den Dealern auch der Überblick. Die unterlegenen Spieler folden dann einfach ihre Hände ohne sie zeigen zu müssen. Das Spiel wird schneller und alles ist gut. Natürlich muss der Spieler trotzdem seine Hand umdrehen und zeigen das er die Wahrheit über seine Hand gesagt hat.
Diesen kurzen Augenblick nutzen jedoch einige Spieler und hoffen indem sie ihre Hand falsch ansagen, dass der Gegner seine Hand schnell foldet. Dann drehen sie ihre Hand um, und jetzt wird erst sicherbar, dass sie eine falsche Hand angesagt haben. Die anderen Karten liegen aber bereits im Muck und so gewinnt die falsch annoncierte Hand des Angelshooters.
„Going South“
Sowohl online als auch live ist es üblich, dass man nach einem gewonnenen großen Pot nicht sofort mit dem gewonnenen Geld aufsteht. Man gibt seinen Mitspielern so wenigstens ein bisschen die Chance ihre Verluste wieder zurück zu gewinnen. „Going South“ ist nun genau das Gegenteil. Nämlich nach einem gewonnenen großen Pot direkt aufzustehen und das gewonnene Geld mitzunehmen. Eventuell sitzt man sich sogar wieder mit weniger Geld an einen anderen Tisch.
Gerade online ist dies in letzter Zeit üblich geworden. Die Spieler kaufen sich mit einem Minimum ein und sobald sie dieses Geld verdoppelt haben stehen sie wieder auf und spielen an einem anderen Tisch weiter.