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Poker Bankroll Managment

Bankroll Management

Ein gutes Bankroll Management ist das A und O, wenn man erfolgreich Poker spielen möchte und zwar ganz unabhängig davon, ob man Online Poker spielt oder live: Das Bankroll Management muss einfach stimmen. Hierbei gibt es zwar keine grundsätzlichen “Richtig oder Falsch” was die Strategie im Bereich Management für das Bankroll angeht, aber dennoch gibt es Dinge, die einfach stimmen müssen. Ehe man beginnen kann, an seinem Bankroll Management zu arbeiten, muss man dabei natürlich wissen, ob es am eigenen bisherigen Management Fehler gibt und wo genau diese liegen, damit man an ihnen arbeiten kann. Zeichen für Fehler im Bankroll Management sind zum Beispiel, wenn:

1. man ständig sein Guthaben nachfüllen muss. Ständige Überweisungen an Online Pokerräume sind meistens ein Zeichen dafür, dass man zu viele Spiele spielt, bei denen die Limits für den eigenen Bankroll zu hoch sind.
2. man bei einer einzigen Session mehr als 15 Prozent seines Bankrolls gewinnt oder verliert. Das ist ein Zeichen dafür, dass man eindeutig zu viel investiert und zu viel riskiert. Hier ist nicht nur Vorsicht geboten, wenn es sich um hohe Verluste handelt, sondern auch, wenn man massiv gewonnen hat, denn die Gewinne können beim Poker auch schnell Verluste werden, wenn man nicht die Notbremse zieht.
3. man sich von seinen Verlusten zu stark beeinflussen lässt. Viele Spieler mit einem Problem in ihrem Bankroll Management können bei einer Pechsträhne nicht aufhören. Sie spielen weiter unter dem Vorsatz, die Verluste ausgleichen zu wollen und machen dann meistens noch mehr Verlust, was absehbar war.

Der wichtigste Punkt bei einem guten Bankroll Management ist immer, sein Guthaben zu erhalten, denn ohne Guthaben kann man auch kein Poker mehr spielen. Ein gutes Bankroll Management zeichnet sich also dadurch aus, dass man versucht, gute Gewinne zu erzielen und die Verluste gering zu halten, damit immer genug Bankroll vorhanden bleibt. Auch die Limits der Spiele, an denen man teilnimmt, sollten daher dem eigenen Bankroll angepasst werden. Hat man mehr Geld zur Verfügung, können die Limits steigen; ist weniger Geld da, sollte man die Limits wieder entsprechend senken. Eine grobe Faustregel, die man natürlich an die eigenen Finanzen angleichen kann, besagt, dass man für die Teilnahme an einer Partie wenigstens 300 Mal den Big Blind als Bankroll haben sollte, damit man teilnehmen kann. Ist dieser also bei 2 $ sollte man wenigstens 600 $ zur Verfügung haben, und so weiter.

Wann man bei den Limits aufsteigen oder absteigen sollte, ist ebenfalls in verschiedenen Richtlinien festgehalten, wobei man natürlich die jeweilige Spielweise berücksichtigen muss. Spielt man mit einem Fixed Limit ist die sogenannte Big Bet maßgeblich für den Abstieg oder den Aufstieg der Limits. Hat man 300 Mal die Big Bet an Bankroll, was je nach Casino entweder dem Big Blind oder dessen doppeltem Wert entspricht, steigt man mit den Limits auf. Hat man nur noch 200 Mal die Big Bet oder weniger, sollte man die Limits nach unten angleichen.
Spielt man No Limit oder bei Turnieren gelten diese Regeln anhand des Buy Ins, den man erbringen muss, um an den Tisch zu kommen. Hat man mindestens 25 Mal den Wert des Buy Ins für ein höheres Limit, dann kann man zu diesem aufsteigen. Hat man hingegen nur noch 20 Mal oder weniger den Wert des Buy Ins für ein niedrigeres Limit, sollte man zu diesem absteigen.
Wenn man sich an diese Richtlinien hält, kann man die Chance alles zu verlieren schon relativ gering halten, wobei es natürlich noch keinen endgültigen Schutz vor dem Bankrott bedeutet. Auch die Frage, welche Hände man spielt, wann man aussteigt und wo man weiterspielt ist ein wichtiger Faktor, der im Bankroll Management durchaus auch ein Stück weit mitspielt. Viele Spieler haben die Angewohnheit, zu viele Hände zu spielen und riskieren so recht viel – haben sie Pech, verlieren sie alle Einsätze aus einer Runde. Besser ist es, wenn man nur die wirklich hohen Hände spielt, dann verliert man zwar die Blinds, hat aber einen eher geringen Verlust. Außerdem ist durch starke Hände natürlich auch die Chance auf einen Gewinn viel höher, so dass man durch sie dann eher und höher gewinnen kann und sich die verlorenen Blinds schnell wieder ausgleichen lassen. Ein ausgewogenes Bankroll Management ist also gar nicht so einfach zu bekommen und selbst viele Profis haben dabei noch ihre Probleme, insbesondere, wenn sie einen schlechten Tag haben, aber auch, wenn es um wirklich gute Gewinne geht, die man nicht ohne Weiteres aufgeben möchte. Viele vergessen dann, dass ein gutes Bankroll Management ihnen helfen kann, diese Gewinne zu erzielen und länger im Spiel zu bleiben und spielen stattdessen alle schwachen Hände bei zu hohen Limits mit, was schnell zum Aus für einen Spieler werden kann.
Hat man bereits Erfahrung mit Poker und schafft es immer erfolgreich am eigenen Bankroll Management festzuhalten, dann kann man nach einiger Zeit natürlich auch einige Anpassungen vornehmen um mehr auf die eigenen Bedürfnisse einzugehen. Spieler mit viel Kapital können dann früher aufsteigen und später absteigen, Spieler mit weniger Kapital können auch schneller absteigen und später aufsteigen, um ihr Risiko noch geringer zu halten. Poker ist ein Spiel, bei dem sehr viel von der richtigen Strategie abhängt, und das nicht nur im Spiel an sich, sondern auch bei den Dingen, die rund um das Spiel anfallen. Das Bankroll Management ist auf jeden Fall mit eine der wichtigsten Strategien für einen Spieler, der Erfolg haben möchte, denn nur mit Geld ist Pokerspielen auf Dauer möglich, hat man sein Kapital verbraucht, muss man warten, bis man wieder welches bekommt, und genau das ist es, was ein begeisterter Spieler sicherlich nicht so gerne in Kauf nehmen möchte. Umso wichtiger ist es, die Regeln rund um das Bankroll Management penibel einzuhalten und so das eigene Kapital auf Dauer zu erhalten, idealerweise natürlich auch zu vermehren, damit man noch mehr spielen kann und dabei vielleicht auch Gewinn macht, was sicherlich nicht jeden Tag möglich ist, aber für noch mehr Spaß am Spiel sorgen wird, denn gewinnen ist nun einmal schöner als zu verlieren, besonders dann, wenn es dabei um Geld geht.