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Das teuerste Pokerturnier der Welt

Es gab schon viele teure Turniere im Pokerzirkus. Los ging es überhaupt mit der World Series of Poker in den Siebziger Jahren mit einem Buy-In von 10.000 $. Was damals eine ganze Stange Geld war. In den Neunziger war es dann wieder die WSOP die mit einem Preispool von einer Million Dollar den Rekord für den höchsten Preispool aufstellte. Und selbstverständlich fand auch das Pokerturnier mit dem größten Teilnehmerfeld bei der WSOP statt.

Doch gerade in letzter Zeit glänzten andere Turniere oder Pokerturnierserien mit Superlativen. Die High Roller Events fanden wo anders statt. Bei der WSOP gab es zwar noch ein 50.000 $ Turnier doch wirkte diese Summe geradezu lächerlich gegen die 100.000 $ oder sogar 250.000 $ teuren Turniere bei den Aussie Millions oder der European Poker Tour.

Es war also Zeit das Mal wieder die WSOP mit solchen Superlativen von sich reden macht. Gut wenn dann einer wie Guy Laliberte auftaucht. Der Gründer des Cirque du Soleil engagiert sich schon seit Jahren mit seiner Wohltätigkeitsorganisation One Drop Foundation für die Beseitigung des Trinkwassermangels auf der Welt. Und eben dieser Laliberte ist auch ein großer Pokerfan, der regelmäßig in den Superhighroller Partien in Las Vegas und auf der ganzen Welt zu finden ist. So brachte man dann drei Dinge zusammen, Poker, viel Geld und Wohltätigkeit – das „Big One for One Drop“ war geboren.

Es sollte das teuerste Pokerturnier aller Zeiten werden und mit einem Buy-In von einer Million Dollar wurde es dieses dann auch im Endeffekt. Das Besondere daran, dass von jedem Buy-In 111.111 $ als Spende an die Wohltätigkeitsorganisation von Guy Laliberte floss. Das Turnier war auf 48 Teilnehmer begrenzt und keiner der Pokerexperten erwartete, das diese Zahl erreicht wird.

Doch Laliberte strafte sie alle lügen. Denn es hätten sogar noch mehr Plätze vergeben werden können. Jedoch hatte man sich strikt an die Begrenzung gehalten. Doch trotzdem wurde dies damit nicht nur das teuerste Turnier aller Zeiten, sondern auch dies mit dem größten Preispool und dem größten Preisgeld für den Gewinner. Gute 18 Millionen Dollar sollte dieser bekommen und damit sechs Millionen mehr als Jamie Gold, der bisher den Rekord für den größten Siegespreis hielt.

Bei so einem Pokerturnier ist dann natürlich alles was Rang und Namen hat sowie diese Summe irgendwie durch Sponsoren, eigene Verdienste oder sonst wie auftreiben kann dabei. So tummelten sich unter den 48 Starten zahlreiche bekannte Pokerspieler wie Daniel Negreanu, Phil Ivey, Phil Hellmuth, Gus Hansen, Jason Mercier oder Tom Dwan. Mindestens genau so viele reicht Geschäftsmänner saßen jedoch auch am Tisch, darunter David Einhorn, Guy Laliberte, Richard Yong oder Bobby Baldwin.

Das auch die Geschäftsmänner zahlreiche Poker Strategie gebüffelt hatten zeigten die letzten Acht. Am Finaltisch war das Turnier nämlich noch recht ausgeglichen, denn unerwarteter Weiße hatten vier Geschäftsmänner und vier Pokerspieler den Einzug ins Finale geschafft. Den Turniersieg machten dann jedoch zwei gestandene Pokerprofis unter sich aus. Am Ende setzte sich Antonio Esfandiari vor dem ehemaligen TitanPoker Pro Sam Trickett durch und führt nun die Liste mit den erfolgreichsten Pokerspielern der Welt an.