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Der Reverse-Tell

Jeder Pokeranfänger kennt den Begriff Tell. Und selbst wer den Begriff nicht kennt, weiß was ein Tell ist. Denn in den meisten Pokerfilmen kommen sie drin vor und spielen meiste eine entscheidende Rolle in den großen Pötten. Tells sind die kleinen Anzeichen, die oft verraten ob ein Spieler eine starke oder eine schwache Hand hält.

Doch den Begriff Reverse-Tell kennen dagegen oft nur die wenigsten. Dabei geht es beim Poker doch darum jeden kleinen Vorteil auszunutzen und je höher die Limits sind, desto kleiner werden diese Vorteile. Daher solltest du dich mit jeder Möglichkeit beschäftigen, welche dir einen Vorteil vor deinen Gegnern verschafft. Wenn du natürlich nur online bei Anbietern wie William Hill Poker spielst, dann bringt dir dieser Artikel natürlich nicht viel. Denn dort siehst du deinen Gegner ja nicht. Wenn du jedoch mindestens planst einmal ein Live Pokerturnier zu spielen, dann solltest du diesen Poker Strategien Artikel fertig lesen.

Doch was ist ein Reverse-Tell nun überhaupt? Es ist das Vortäuschen eines Tells, um den Gegner auf eine falsche Fährte zu locken. Ein Beispiel zum Verständnis. Du hast festgestellt, dass du ein Tell hast. Dies könnte zum Beispiel sein, dass du mit deinen Chips spielst wenn du schwach bist und bluffst. Wenn du das nun weißt kannst du das nächste Mal wenn du eine starke Hand hältst nun mit deinen Chips spielen um deinen Gegner zu täuschen. Aber da ist dann auch schon eines der Probleme, denn dein Gegner muss auch in der Lage seinen deinen Tell zu erkennen. Nur dann kannst du ihn umdrehen um ihn zu täuschen.

Du kannst aber auch klassische Tells umdrehen. Von diesen liest man immer wieder in Bücher und deshalb achten auch einige Spieler darauf. Ein bekannter Spruch lautet „Stark heißt schwach und schwach heißt stark.“ An dies halten sich auch viele Anfänger, daher versuch es doch mal einfach umzudrehen und wirke stark wenn du eine starke Hand hast und schwach wenn du eine schwache Hand hältst. Ein weiterer bekannter Tell ist es das viele Spieler beim Setzen zittern wenn sie eine starke Hand haben. Daher zittere doch das nächste Mal bei einem Bluff wenn du merkst, dass dein Gegner darauf achtet.

Andere bekannte Tells sind, dass viele Spieler mit einem geflopten Draw lange auf den Flop starren, mit einer starken Hand nachdem sie getroffen haben kurz auf ihre Chips schielen oder sich bei einer starken Hand auf einmal ruhig werden wenn sie davor sehr gesprächig waren. Dreh diese Tells einfach das nächste Mal um. Oder wenn du bei dir selbst einen Tell entdeckst und du merkst, dass auch dein Gegner ihn kennt dreh ihn das nächste Mal einfach um und hol dir das Geld zurück, dass du wegen ihm davor verloren hast.

Der Reverse-Tell ist sicher kein Move den du oft einsetzen wirst. Aber wenn es darum geht langfristig und auf den höchsten Limits zu bestehen geht es oftmals um Kleinigkeiten. Und je mehr solche kleine Vorteile du hast, desto mehr wirst du gewinnen.