Der schlechte Bluff

Es gibt nicht belohnenderes für einen Poker Profi als einen schlechten Bluff eines Anfängers zu callen, und für einen Amateur gibt es nichts schlechteres als zu diesem Zeitpunkt gecalled zu werden.

Ein Amateur der auf einem normalen Niveau denkt, wird oft einen schlechten Bluff machen und dabei denken das es ein starker Spielzug ist. Aber das Bluffen ist ein Können das man beherschen muss. Je stärker Dein Gegner ist, desto besser muss der Bluff sein.

Der Poker Bluff aus zwei Blickwinkeln

Wenn es einen Autounfall auf einer geschäftigen Kreuzung gibt, dann sind immer genug Zeugen vorhanden mit denen die Polizei reden kann. Sogar wenn der Unfall nur einen kurzen Augenblick zurück liegt, dann hat jeder Zeuge eine andere Meinung über das was passiert ist.

Obwohl alle Zeugen des gleichen Ereignisses waren, haben sie doch was anderes gesehen, oder erinnern sich daran anders. Das nennt man „Augenzeugen Erinnerung“.

Die Erinnerung besteht aus 3 Phasen: 1. speicherung, 2. zurückverfolgen, 3. erinnern.

Also jede Person am Tisch die Zeuge einer Hand ist, hat seine eigene Meinung darüber was gerade in der Hand geschieht, und in den Händen davor. Jeder Spieler in der Hand hat andere Informationen, da sie alle nur die eigenen Karten kennen, und daher an die Situation anders heran gehen. Darüber musst Du immer nachdenken wenn Du eine gute Cash Game Strategie entwickeln willst. „ Was denkt der Gegner?“

Beispiele für schlechte Bluffs

Das erste Beispiel ist ein Standard schlechter Bluff von einem Anfänger.

Tischsituation:

Der Anfänger ist in früher Position mit einem Stack etwas unter dem Durchschnitt von $175. Der Profi ist am Button mit einem grösseren Stack von $325. Die beiden Spieler waren am gleichen Tisch für ein paar Stunden ohne grosse Geschehnisse zwischen ihnen.

Pre Flop:

Der Anfänger macht einen Raise und der Profi Called. Zum Flop geht es Heads up.

Der Flop: bluffenstrategie

Der Anfänger checkt, und der Profi Checkt.

Turn: bluffenstrategie

Der Amateur Checkt und der Profi auch.

River: bluffenstrategie

Der Amateur setzt den Pot, der Profi called.

Der Amateur hat , der Profi

Der Profi gewinnt den Pot mit zwei Paaren, sechsen und Buben.

Bei diesem Szenario sitzt der Amateur normalerweise im Schock und wundert sich warum er mit nichts ausser einem niedrigen Paar callen konnte. Der Anfänger sieht das er Pre Flop geraist hat und damit den Eindruck eine grosse Hand zu haben.

Der Profi hat nicht ein einziges Mal gewettet, und hat mit Sicherheit kein grosses Paar in der Hand. Aber weil nur der Anfänger gezeigt hat das er eine grosse Hand hat, hat er das Gefühl das der Profi nicht callen kann wenn die Top Karte auf dem Tisch ein Paar wird.

Der Profi schlägt mit diesem Call nichts ausser einem Bluff, und er Amateur mit einem tighten Tisch Image zeigt stärke vor dem Flop, und mit diesem tighten Image denkt der das die Chancen das er Blufft für den Pro sehr gering sind.

Der Profi sieht die Hand anders. Aufgrund seines tighten Images setzt er den Anfänger sofort auf eine grosse Hand als er den Raise macht. Er macht dann einen loosen call mit einem Suitet Connector. Der Flop gibt dem Pro ein kleines Paar mit keinen starken Draws.

Als der Anfänger nach dem Flop checkt weiss der Pro das er zwei mögliche Hände hat, einen Drilling Buben und will einen Check Raise oder er hat wahrscheinlicherweise, A-K oder A-Q und sich dafür entschieden keine continuation Wette zu machen. Wenn der Amateur A-A, K-K, Q-Q oder A-J hat, dann hätte er mit sicherheit eine Wette gemacht, mit einem Flush Draw natürlich auch.

Jetzt weiss der Pro das er nicht in der Hand zurück liegt, oder einen Vorsprung hat, denn der andere Spieler hat 6 Outs. Der Pro könnte Bluffen auf einen Flush wenn noch ein Karo kommt. Wenn der Anfänger angst vor diesem Draw hat, dann sitzt er wahscheinlich nur auf 4 Outs.

Der Turn verändert nichts an der Situation, der Amateur Checkt, und der Profi ist sich jetzt 90% sicher das der Amateur A-K oder A-Q hat. Es reicht ihm einfach zu checken, um einen Reraise nicht zu riskieren. Mit diesem Check lädt er den Amateur auch zum bluffen ein, da er jetzt keine Stärke zeigt.

Der River verändert für den Profi an der Situation garnichts. Er war sich nach dem Flop schon sicher das der andere Poker Spieler keinen Buben hat, und jetzt ist er sich absolut sicher darüber. Der Amateur macht den Bluff welcher der Pro vorher gesehen hatte und called für den Pot.

In den Augen des Amateurs war dies ein starker Bluff, denn er denkt kein Spieler der den Jack nicht hat kann nicht callen. Der Amateur hatte einen guten Poker Tell auf die Hand des Pros, aber dachte nicht darüber nach welche Informationen dieser über ihn hat. Amateure sind immer schockiert wenn Profis sie mit nichts ausser einem kleinen Paar callen. Aber wenn man die Hand aus der Sicht des Pros ansschaut, dann gab es an dem Call keinen Zweifel.

Das zweite Beispiel findet eine Stunde nach der letzten Hand statt, und ist das umgedrehte vom ersten Beispiel. Hier macht der Amateur einen was er denkt Helden Call auf den Pro.

Der Tisch: Der Pro ist in früher Position mit jetzt einem grossen Stack von $770. Der Amateur sitzt am Button mit einem Stack von $325.

Pre Flop: Pro Limps, Amateur Raises, Pro Calls, Heads Up geht es zum Flop.

Flop:

Pro Checkt, Amateur setzt, Pro Called.

Turn:

Pro Checkt, Amateur setzt, Pro called.

River:

Pro setzt den halben Pot, Amateur called.

Amateur hat , Pro hat

Der Profi gewinnt den Pot mit einem Paar Asse.

In diesem Beispiel hat der Amateur den richtigen Read auf den Pro, er weiss das der Pro auf einem Flush Draw ist, und wettet richtigeweise auf sein Top Paar. Wenn der Flush mit dem River nicht kommt, denkt er der Pro macht einen schwachen Bluff mit einem nicht getroffenen Flush und called mit seinem Paar Damen.

Der Amateur hat vergessen seinen Gedanken Prozess noch einen Schritt weiter zu tragen. Er weiss das der Pro einen Flush Draw hat, dann hat er meistens den stärkstens Flush Draw in der Hand. Als dann das Ass kam hat der Pro zwar den Draw verpasst, aber nicht sein Top Paar. Die einzige Hand über die sich der Pro sorgen macht ist A-Q, und er macht eine kleine Value Wette die gut Funktioniert. Bevor Du Bluffs gegen Deine Gegner spielst, solltest Du alle möglichen Faktoren vorher berücksichtigen. Ein erfolgreicher Bluff muss normalerweise bei der voherigen Gemeinschaftskarte vorbereitet werden. Wenn der Gegner Dich nicht auf eine Hand setzt die ihn schlägt, dann wird der Bluff fehlschlagen.

Wenn Du die ersten vier Gemeinschaftskarten so spielst als ob Du etwas schwaches in der Hand hast, um dann urplötzlich stärke am River zu zeigen, dann sind die Chancen recht hoch das Du mit diesem Bluff gecalled wirst. Meistens funktionieren diese dunklen Bluffs, wenn der Spieler eigentlich nur eine Value Wette auf seine Hand macht, und nur denkt das er Blufft.

Bevor Du einen Spielzug für den Pot machst, denke darüber nach was der andere Spieler über Dich denkt, und was Du über die anderen Spieler denkst. Nur wenn diese beiden Bilder überein stimmen, dann hat dein Bluff eine hohe Chance auf einen Erfolg.

Der beste Weg Dein Poker Können zu verbessern ist so viele Hände als möglich zu sehen.Checke einfach unsere Poker Bonus Codes für die besten Angebote für Deinen Spielspass.

strategie tip der woche

Denke immer daran das alle Deine Chips bei jeder Hand in gefahr sind, also spiele klever. Wisse wann Du respekt vor einer Hand haben solltest, und wann Du Druck machen kannst. Das kannst Du nur gut entscheiden wenn Du Deine Gegner kennst.

top cash spieler

patrick antonius
Patrick Antonius

letzte forum posts


Poker Forum
Online Poker Portal - Poker Regeln - online Poker Bonus - online Poker Spielen - Poker Strategie - Poker Freerolls - Titan Poker - Full Tilt Poker -
CD Poker - Everest Poker - Pacific Poker - Poker Tells - Poker Bonus Codes - Full Tilt Poker Bonus Code - Titan Poker Bonus Code - Everest Poker Bonus Code - RtlPoker -