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Die Regeln von Seven Card Stud

Seven Card Stud gehört zu den so genannten Stud-Poker-Varianten und ist damit vermutlich eine der ältesten Pokervarianten der Welt. Live war Stud früher eine der beliebtesten Varianten überhaupt. Vor allem im deutschsprachigen Europa wurde sie sehr oft gespielt. Meist als Limit oder Spread Limit Variante.

Heute hat Stud jedoch stark an Bedeutung verloren. Meist wird es nur noch in den hohen Mixed-Cash-Game Partien gespielt oder online bei Pokerräumen wie WinnerPoker . Dabei wird es heute bis auf wenige Ausnahmen als Limit Variante gespielt. Es gab einige Zeit da hat Doyle’s Room, der online Pokerraum des Pokerprofis Doyle Brunson es als Half-Pot-Limit angeboten. Doch auch dies ist mittlerweile Geschichte.

Wer bisher hauptsächlich Texas Holdem gespielt hat, dem werden die Poker Regeln von Stud etwas ungewohnt vorkommen. Denn jeder Spieler bekommt eigene Karten, manche verdeckt und manche offen.

Los geht es auf jeden Fall zunächst in dem jeder Spieler das Ante setzt. Dies ist unterschiedlich und meist ein viertel oder die Hälfte des Small Bets. Haben alle Spieler dieses gesetzt bekommt jeder zwei verdeckte und eine offene Karte. Anschließend beginnt die erste Setzrunde, indem der Spieler mit der niedrigsten offenen Karte entweder den Small Bet setzt oder checkt. Jeder weitere Spieler kann dann daraufhin auch checken, mitgehen, folden oder erhöhen. Erhöht werden kann jedoch nur um den Small Bet und maximal vier Mal pro Wettrunde.

Sobald alle Spieler den gleichen Einsatz gebracht hatten folgt bei Seven Card Stud die vierte und damit die zweite offene Karte. Jetzt muss der Spieler zuerst ansagen, der die höchste Kombination an offenen Karten hat. Auch hier wird immer noch nur um den Small Bet gesetzt. Einzige Ausnahme ist, dass ein Spieler ein offenes Pärchen hat. Dann kann der andere Spieler, der anspielt bereits den Big Bet bringen. Dieser ist meist doppelt so hoch als der Small Bet.

Es folgt eine weitere offene Karte und der Ablauf ist der gleiche wie in den vorherigen Setzrunden. Allerdings sind nun der Big Bet als Setz- und Erhöhungssumme festgeschrieben. Nach einer vierten offenen Karte und einer weiteren Setzrunde folgt die siebte und letzte Karte. Diese gibt es dann wieder verdeckt. Nach einer weiteren Setzrunde mit dem Big Bet folgt der Showdown und der Spieler, der aus seinen sieben Karten die stärkste Fünf-Karten-Kombination bilden kann gewinnt.

Das Besondere bei Seven Card Stud ist, dass die Spieler sehr viele Karten zu sehen bekommen. Bei acht Spielern am Tisch könnte dies bis zum River 28 offene Karten der Gegner und sieben eigene Karten sein. Dies sind 35 Karten von insgesamt 52 und ermöglichen damit eine schon sehr genaue Vermutung über die Hand der Gegner. Doch wer nun aufgepasst hat, dem wird aufgefallen sein, dass bei den üblichen acht Spielern am Tisch, es zu wenig Karten gibt wenn alle bis zum Ende dabei bleiben. Sind nach der sechsten Karte immer noch alle Spieler dabei, bekommt zum Schluss nicht jeder Spieler eine eigene Karte, sondern es wird eine Gemeinschaftskarte umgedreht. So dürfte vermutlich dann auch die Holdem-Varianten entstanden sein.