Home » Pokerschule » Kurzfristig vs. Langfristig
Kurzfristig vs. Langfristig

Auf lange Sicht gesehen gewinnt der Spieler, welcher bessere Chancen hat. Kurzfristig werden auch Spieler, wenn sie mit schlechten Blättern spielen, ein oder auch zwei Potts gewinnen, aber auf lange Sicht gesehen werden sie eher Geld verlieren.

Fixed Limit

Beim Poker gibt es keine genaue Definition für langfristig, da es abhängig ist von dem jeweiligen Spiel. Bei den Limit Spielen ist langfristig kürzer als bei den No-Limit Spielen. Nach 250 Stunden wird ein guter Limit-Spieler auf jeden Fall im Plus sein und ein eher schlechter Spieler im Minus. Die Stunden mittendrin können immer wieder anders sein und Gewinner werden kurzfristig zu Verlierern und Verlierer werden zu Gewinnern. Was genau langfristig für einen einzelnen Spieler bedeutet hängt zum einen von den persönlichen Fähigkeiten ab und zum anderen von dem Vorteil, den man gegenüber schlechten Spielern hat. Ist der Vorteil sehr groß ist langfristig eher kürzer für den Spieler. Und ein eher geringer Vorteil kann sehr brauchen, bis er in einem Spiel deutlich wird.

Bei Limit Poker kann sehr viel passieren, wenn man 100 Blätter spielt. Im Vergleich zum Können spielt das Glück eine größere Rolle. Bei Limit Poker gibt es nur ganz wenig große Blätter. Da die Potts schon mal sehr groß sein können, ist es eher selten, dass man sein komplettes Geld mit einem Blatt verlieren würde. Ist es ein Multi-way Pott, ist der Pott sehr groß, denn es sind sehr viele Spieler mit gegangen und selbst hat man nur einen kleinen Teil dazu beigetragen. Kurzfristige Schwankungen sind bei Limit Poker langfristig nicht so schlimm, denn kurzfristig kann man sein ganzes Geld nicht verlieren.

No Limit

Hier ist es so, dass die kurzfristigen Phasen kürzer sind und die langfristige Phase ist länger, genau das Gegenteil von Limit Poker. Wie kommt sowas zustande? Ganz einfach, dass hängt zusammen mit dem Big Bet Konzept. Mit gewöhnlichem Buy-in ist es bei Limit Poker fast unmöglich, sein ganzes Blatt mit einem Blatt zu verlieren oder zu verdoppeln, bei No-Limit Poker dagegen ist es normal. Einen sehr großen Vorteil hat der bessere No-Limit Spieler, wenn es zu großen Blättern kommt. Da der Erfolg bei No-Limit von diesen seltenen Blättern abhängt, hat der No-Limit Spieler der stärker ist meist einen Vorteil, denn er gewinnt sie öfter. Auch wenn er schon mal paar kleine Blätter verliert, wird er dennoch die größeren öfter gewinnen.

Weil der Erfolg bei No-Limit von großen Blätter abhängig ist, ist auch die langfristige Phase länger, weil ja die großen Blätter eher selten kommen. Mehr Geschick wird kurzfristig bei No-Limit verlangt, daher wollen es viele Spieler einfach mal probieren, aber bei No-Limit ist es keine gute Idee, denn spielt man in den Limits wo man sich nicht wohl fühlt, wird man schlecht spielen. No-Limit kann man nicht gut spielen wenn man Angst hat. Für alle gilt, auch für Fixed-Limit Spieler, dass man immer in einem Limit spielt wo man sich wohl fühlt.

Nur relativ kann man Können und Fähigkeit vergleichen. Die langfristigen Phasen beim besseren Spieler werden umso kürzer, je größer der Unterschied in den Fähigkeiten der Spieler ist. Gewinnt oder verliert man an einem Tag, sagt dies nichts über die Fähigkeiten aus. Ob man Gewinner oder Verlierer ist, wird man erst langfristig feststellen.