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Poker Odds und Outs

Poker Odds und Outs

Die Outs und die Pott Odds sind sehr wichtige Bestandteile für jeden guten Poker-Spieler und bilden die Basis dafür, dass man auf das eigene Blatt, den Flop und die Gebote richtig reagieren kann, sodass man in der Lage ist, sich bei minimalen Verlusten maximale Gewinne zu sichern. Die Outs sind dabei alle die Karten, die man braucht, um das eigene Blatt zu verbessern und die im Deck noch vorhanden sind, wenn sie nicht bei den Gegnern liegen. Wenn man also zum Beispiel eine 3 und eine 4 auf der eigenen Hand hat und im Flop die 5 und die 6 liegen, dann kann man durch die 2 oder die 7 eine Straße bilden und somit eine gute Hand. Die 2en und 7en gibt es pro Deck immer 4 Mal, in diesem Fall hat man also 8 Outs. Wenn von Beginn an 56 Karten im Deck waren, liegt die Chance, dass man eine dieser Karten bekommen kann bei 1/7. Die Pott Odds hingegen sind die sogenannten Pott-Chancen, die sich auf die Anzahl der Outs beziehen und durch die man in der Lage ist zu berechnen, inwieweit eine Chance besteht, dass man sein Blatt verbessert und dass man damit etwas gewinnt. So kann man dann auch entscheiden, ob und wie viel sich lohnt zu bieten, was letztlich auch ein sehr wichtiger Punkt ist. Die Pott Odds im Bezug auf die Outs sollte jeder gute Poker-Spieler auswendig beherrschen, damit man sie im Spiel auch wirklich anwenden kann. Hier muss man unterscheiden zwischen den Chancen nach dem Flop, auf den River und auf den Turn. Nach dem Flop, wenn der Turn und der River noch offenstehen kann man seine Chancen mit einer ganz einfachen Formel berechnen. Man nimmt ganz einfach die Anzahl der Outs und rechnet diese mal 4, dann hat man die Anzahl der Chancen in Prozent, die man berücksichtigen kann. Die Chance, eine fehlende Kate auf den River zu treffen, ist natürlich geringer, als nach dem Flop, da nur der River nur die Hälfte der Chancen bietet. Um diese Chance zu berechnen, nimmt man daher die Anzahl der Outs mit der 2 mal und addiert dann noch einmal 2, dann hat man die Chance auf eine Karte, die das Blatt verbessert in Prozent und kann diese Chance daher dann auch entsprechend im Spiel anwenden. Für die Chance, das eigene Blatt durch den River zu verbessern, gilt im Grunde genommen das Gleiche, denn auch hier hat man noch die gleiche Anzahl der Outs und nur eine Karte, die das ergeben kann, was man sich wünscht. Auch hier kann man daher die Outs mit 2 malnehmen und hier noch einmal 2 addieren, sodass man dann die Chance in Prozent, die man anwenden kann, um seinen eigenen Einsatz abzuschätzen. Um herauszufinden, wie weit es sich lohnt, bei den Geboten mitzugehen, nimmt man ebenfalls die Chancen, die man ermittelt hat. Die Outs mit 2 multipliziert und mit noch einmal 2 addiert nimmt man dann mal mit dem Geld im Pott, sodass man dann die Summe bekommt, bis zu der man mitgehen sollte. Bietet jemand mehr als diese Summe sollte man passen, da hier die Gewinnchance nicht mehr im richtigen Verhältnis zu dem stehen, was man selbst investieren müsste, um diese Summe zu bekommen. Diese Berechnungen erscheinen den meisten Laien im ersten Moment etwas schwierig und aufwendig, aber sie gehen einem, wenn man sie bei seinen Spielen immer wieder anwendet, sehr schnell in Fleisch und Blut über, sodass man dann nach einiger Zeit noch nicht einmal mehr lange überlegen muss, wie die Outs und die Pott Odds sind. Für einen echten Profi ist es selbstverständlich diese Formeln in jedem Spiel und Turnier anzuwenden, denn nur so hat man immer die Möglichkeit seinen finanziellen Aufwand und die Verluste so gering wie möglich und den Gewinn maximal zu halten. Was den Prozentsatz angeht, bei dem man besser aussteigen sollte, muss jeder Spieler seine eigene Strategie finden, wobei es sich am Anfang meistens lohnt, wenn man nur die höchsten Chancen spielt und so auf Nummer sicher geht, während man mit steigenden Fähigkeiten natürlich auch immer mehr Hände spielen kann, um sich so hin und wieder auch durch Bluffs einen Sieg zu sichern, wenn man sich eine so aggressive Spielweise aneignen kann und in der Lage ist, das Ganze so umzusetzen, dass man damit auch Erfolg haben kann, denn dieser ist es letztlich, auf den es beim Poker immer ankommt, wenn man auf lange Sicht am Ball bleiben möchte und den Wunsch hat, es dabei zu etwas zu bringen. Poker erfordert immer Übung und Geduld, darüber sollte man sich natürlich schon im Vorfeld im Klaren sein, damit man durch die vielen Dinge, die man beherrschen sollte, nicht über kurz oder lang überrascht wird. Natürlich kann man dabei auch eines nach dem anderen angehen, wie es einem am besten passt.