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Poker Strategien

Wenn man erfolgreich Poker spielen möchte, dann kommt es nach Meinung der meisten Profis vor allem darauf an, dass die Strategien mit denen man arbeitet, stimmen und man auch in der Lage ist, diese immer wieder neu zusammenzustellen, je nachdem, wie man gerade spielerisch und finanziell gestellt ist. Ein sehr wichtiger Teil der allgemeinen Strategie ist dabei das richtige Bankroll Management, auf dass es nicht selten ankommt. Es ist ungemein wichtig, dass ein Pokerspieler mit einem geringen Budget auch nur die niedrigen Tische besetzt, bis das Budget so hoch ist, dass man an einen besseren Tisch wandern kann, umgekehrt muss man auch in der Lage sein, von einem starken Tisch an einen schwachen zu wandern, wenn es aus finanzieller Sicht sinnvoll ist. Man sollte nach Meinung der meisten Experten immer über 20 Mal das Buy in verfügen, wenn man an einem Tisch spielen möchte. Hat man es 25 Mal oder gar 30 Mal kann man auch an einen höheren Tisch, allerdings nur so lange, bis dort die Verluste zu hoch werden. Mit dem richtigen Bankroll Management verhindert man, dass man Pleite geht und Guthaben nachladen muss, man hält Schaden und Gewinn auf einer durchschnittlichen Linie und kann sich somit wesentlich bessere Erfolge sichern, als wenn man extreme Gewinne und extreme Verluste hat, weil am eigenen Bankroll Management etwas nicht so ist, wie es sein sollte. Wichtig ist aber auch, welche Hände man spielt und wie viele Hände man spielt. Besonders am Anfang sollte man nur sehr wenige Hände spielen und nur auf die Winning Hands setzen, während man später bewusst auch weitere dazunehmen kann, es sei denn so entstehen mehr Verluste. Ganz anders muss die Strategie aber natürlich aussehen, wenn es zu einer Heads Up-Situation kommt, denn hier ist dann eine aggressive Spielweise gefragt, mit der man seinen Gegner aus seinen Grenzen locken kann und in der Lage ist, sich besser zu stellen als dieser. Wer Poker richtig spielen möchte, der muss vor allem in der Lage sein, immer wieder auf neue Situationen einzugehen und sich anzupassen. Man muss seine Strategien ständig ausbessern und erweitern, wenn man die Möglichkeit dazu hat, dies ohne Gefahr zu tun, auf der anderen Seite muss man sie aber auch wieder eingrenzen und schlechter gestalten, wenn man mit einer zu legeren Strategie nicht weiterkommt und dann eher mit Verlusten zu rechnen ist. Insbesondere unerfahrene Spieler machen beim Poker sehr oft den Fehler, dass sie viel zu sehr auf ihre Spielerfähigkeiten setzen und zu weit gehen. Dabei kommt es beim Poker vor allem darauf an, dass man erkennt, wann der Moment ist, auszusteigen und wann man im Spiel bleiben sollte. Mit einer weniger guten Hand schon Pre Flop auszusteigen ist keineswegs ein Zeichen von Schwäche, sondern vielmehr eine gute Möglichkeit, das Geld für die folgenden Einsätze zu sparen, wenn man ohnehin nur geringe Chancen auf einen Sieg hat. Genauso muss man natürlich aber auch noch nach dem Flop oder mit einem nur mittleren Blatt in der Lage sein, den Ausstieg zu machen, auch wenn man durch einen guten Bluff vielleicht die Chance hätte, selbst einen Gegner mit einem guten Blatt zu besiegen, solche Versuche gehen meistens schief und kosten in aller Regel viel zu viel Geld, als dass man sie wagen sollte. Wer ein extrem großes Bankroll hat, der kann natürlich sicherlich hin und wieder aufs Ganze gehen und sehen, was sich ergibt. Wer sein Geld aber erhalten möchte, um weiter spielen zu können, der sollte solche Versuche besser ganz lassen, da sie ohnehin nur selten vom Erfolg gekrönt sind und man daher meistens nicht sehr viel von der ganzen Sache hat. Einen guten Poker-Spieler zeichnen neben seiner guten Strategie vor allem auch seine Geduld und seine Vernunft aus, denn wer beginnt, ungeduldig und leichtsinnig zu spielen kann schneller alles verlieren, als ihm lieb ist und meistens stellt sich dann auch noch das Problem, dass der Ausstieg immer schwerer wird, wenn man verliert, weil man eigentlich die Verluste wieder gutmachen möchte. Hat man aber Pech, dann bleibt das meistens auch so und durch verbissene Versuche macht man hier nichts besser. Deshalb muss ein guter Poker-Spieler auch in der Lage sein, es für einen Tag gut sein zu lassen, wenn nicht alles so klappt, wie er das gerne möchte und an einem anderen Tag noch einmal zu spielen. Da sind die Regeln für Poker-Spieler ganz ähnlich wie die für Menschen, welche an der Börse mit Wertpapieren handeln, denn auch diese müssen es manchmal einfach gut sein lassen, um den Verlust wenigstens in Grenzen zu halten und an einem anderen Tag vielleicht wieder abfangen zu können. Wichtig ist immer, dass man versucht, alles eher objektiv zu sehen und nicht aus der eigenen Sicht, denn diese kann sich beim Wunsch nach einem Sieg durchaus etwas trüben und die ganze Sache schwerer machen, als sie sein müsste.