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Pokertuniere sind in der Schweiz erlaubt

Die Kommission Schweizerischer Spielbanken ist sich sicher, bei Poker zählt Geschick, und nicht das Glück.

Im Dezember hatte die Eidgenössische Spielbankenkommission Pokerturniere als Geschicklichkeitsspiele qualifiziert, d.h. dass auch ausserhalb von Casinos Spiele um Geld legal sein konnten. Die Begründung der Spielbankenkommission: „Bei gewissen Pokerspielen ist der Gewinn überwiegend von der Geschicklichkeit der Spieler abhängig und nicht vom Zufall.“

Der Schweizerische Casino Verband hatte dagegen Einspruch erhoben und verlangt, dass die Durchführung von Pokerturnieren ausserhalb von Casinos verboten werden sollten. Am 18. März 2008 hat das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerde der Casinos jedoch abgewiesen. Die «Geschicklichkeitsspiele», also Pokerturniere, sind bis auf weiteres legal, sofern die zuständige Gemeinde nichts anderes verfügen.

Die Eidgenössische Spielbankenkommission wird also weiter verfahren wie bisher: Wer Pokerturniere in der Schweiz durchführen willl, muss ein Gesuch an die ESBK senden. Die Spielbankenkommission wird wie bis anhin Gesuche zur Durchführung von Pokerturnieren prüfen und sie im positiven Fall als Geschicklichkeitsspiele qualifizieren. Vorbehalten bleibt ein anderslautendes Urteil des Bundesgerichts.

Statt einen ansehnlichen Anteil der Bevölkerung grundlos zu kriminalisieren, wurde ein pragmatischer Ausweg gefunden. Die Schweiz hatte lange Zeit eine viel striktere Regelung der Spielbanken.