Home » Pokerstrategie » Setz deinen Gegner auf eine Range
Setz deinen Gegner auf eine Range

Immer wieder wirst du in Filmen, bei Pokerturnierübertragungen oder auch im Kasino folgende Sätze hören: „Ich war mir sicher du hältst Hand X und daher habe ich dich gecallt.“ Oder „Ich bin mir sicher du hattest Y und deshalb musste ich raisen.“ Doch ganz ehrlich. So funktioniert Poker nicht, in den seltensten Fällen wirst du genau sagen können was für eine Hand dein Gegner hält. Selbst gestandene Pokerprofis können dies nicht – auch wenn sie gerne den Anschein erwecken es zu tun. Was sie aber können ist es perfekt dich auf eine Range an Pokerhänden zu setzen und dementsprechend zu spielen.

Du kannst noch so viel Poker Strategie lernen, irgendwann wirst du in die Lage kommen, dass du deinen Gegner auf eine Hand setzen musst. Dann reicht es nicht mehr wie in den unteren Limits bei verschiedenen online Pokerräumen wie WinnerPoker, deine eigene Hand zu spielen, sondern du musst auch deinen Gegner auf eine Pokerhand setzen. Doch die genaue Hand wirst du dabei nie finden. Gute Spieler setzen daher ihre Gegner auf eine Range und wie dies funktioniert erfährst du jetzt.

Los geht es dabei mit der Aktion vor dem Flop. Wenn du lange genug mit einem Spieler gespielt hast, oder für online Trackingsoftware benutzt, dann kannst du meist recht gut sagen welche Moves deine Gegner in welcher Position machen. Wenn er zum Beispiel in früher Position nur mitgeht, dann kannst du meistens hohe Paare wie Asse, Könige oder Damen ausschließen. Auch Ass-König wird er selten so spielen. Diese Karten wird er wohl erhöhen. Einige andere wird er folden und einen weiteren großen Teil wird er callen.

Du weißt nun ganz grob wie die Range deines Gegners aussieht. Dann kommt der Flop und es gibt wieder einige Aktionen. Basierend auf diesen solltest du nun die verschiedenen Hände, die er haben könnte dementsprechend anpassen, und vor allem reduzieren. So geht es dann auch auf dem Turn und auf dem River weiter. Mit jeder neuen Karten bekommst du weitere Informationen um aus der Fülle an Händen, die du ihm am Anfang gegeben hast einige auszusortieren.

Am Ende solltest du dann eine sehr genaue Vorstellung davon haben was dein Gegner so halten kann. Und dementsprechend spielen. Du siehst es ist also kein „ich wusste von Anfang an was du hattest“, sondern vielmehr ein langer Prozess bei dem du immer mehr Hände aussiebst, die du nicht mehr glaubst das dein Gegner haben kann.