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Spielbank Wiesbaden: X-Mas Festival – Das Tagebuch des Turnierdirektors. Tag 6: Der € 500 Deep Stack Sunday
Die X-Mas Turnierwoche neigt sich zum Ende. Am heutigen Sonntag, dem 18. Dezember steht noch das „Deep Stack“ an und dann ist der vorweihnachtliche Wiesbadener Pokerwahnsinn 2011 Geschichte. Während die ersten drei Turniertage die Pflicht darstellten und der zweitägige Main Event am Freitag und Samstag die Kür, ist der heutige Deep Stack Sunday so was wie das Schaulaufen, um es mal in der Sprache einer Wintersportdisziplin zu formulieren. Alles hat bis jetzt hervorragend geklappt (großes Lob an Sepp Richter und seine Pokercrew), die Gäste sind wohl ganz zufrieden und – was am schwersten war – unser Chef auch!

Ich hab jetzt nix mehr zu organisieren, also steht heute Morgen einem gemütlichen Frühstück mit Zeitungslesen nichts im Wege. Aber erst noch mal schnell im Internet nachschauen, was der Chef wieder aus meinem gestrigen Tagebuchentwurf herausgekitzelt hat. Und siehe da, hat er mir doch glatt einen kleinen Insider-Scherz herausoperiert. Ich hatte bei meiner gestrigen Aufzählung der taktischen Finessen noch den „Phoebe-Move“ untergebracht, einen kleinen Insider-Scherz. Und den hat er mir rausgenommen. Aber Respekt, sauber recherchiert, den Move gibt es tatsächlich nicht, zumindest noch nicht offiziell. Da ich aber einem speziellen Herrn versprochen hatte, diesen Move zu erwähnen, hab ich jetzt bei ihm etwas gut! Danke Chef fürs drin lassen, wenigstens im zweiten Anlauf!

Drei Stunden später, es ist jetzt später Nachmittag 17 Uhr und das Deep Stack Turnier fängt pünktlich an. Der Sieger des gestrigen Main Events, der nicht namentlich genannt werden möchte, und wir respektieren das, ist müde aber immer noch happy – und er bekommt ja auch noch sein diamantenbesetztes Sieger-Bracelet ausgehändigt. Der generöse Sponsor Jörg Veit, Schmuckdesigner aus Pforzheim und kreativer Kopf hinter der Firma „CASINO JEWELRY“, war gestern Nacht auf dem Weg nach Wiesbaden mit dem Auto liegen geblieben (die Elektronik), deshalb musste die Übergabe auf heute verschoben werden. In einer Pause des Deep Stack Turniers wird dann das diamantenschwere und trotzdem unglaublich filigran wirkende Bracelet unter dem Weihnachtsbaum des Casinos feierlich überreicht. Der Main-Event-Sieger trägt das Schmuckstück am linken Handgelenk, es steht ihm ausgezeichnet und provoziert am Spieltisch manch neidischen Blick. Alles gut, um die Gegner abzulenken!

Der stolze Besitzer des X-Mas-Bracelets
Der stolze Besitzer des X-Mas-Bracelets

Die Side-Action ist auch heute wieder nicht zu verachten, schon am frühen Abend vier Cashtables im Klassischen Spiel und zwei PokerPro-Tische im neuen Automatenspiel, ein fünfter Tisch kam später noch dazu. Und die Stimmung ist gut. Zeit für mich, die Woche Revue passieren zu lassen: Alle Turnier ausgebucht, der Dienstag sogar überbucht und auf sieben Turniertische erweitert. Und beim 1.000er Main-Event wären statt der sieben auch locker acht Tische voll geworden. Insgesamt wurden 170.600 Euro Preisgeld ausgeschüttet, wie immer in Wiesbaden zu 100%, also ohne Fee. Über 800 Pokerspieler haben an den sechs Tagen die Arena mit Leben gefüllt, an den beiden PokerPro-Tischen im Automatenspiel kamen noch einmal 200 Pokerspieler dazu.

Aber ich will auch eine kritische Bilanz ziehen: Der eine oder andere meinte, an der Struktur des Main Events könne man noch ein wenig feilen, und ich gebe den Kritikern recht. Also Khiem, hier mein Versprechen: Den Main-Event werde ich noch mal überarbeiten, die Verdopplungssprünge rausnehmen und ein Ante einführen. Und alle X-Mas-Turniere, die bisher um 20 Uhr beginnen, werden im nächsten Jahr mindestens eine halbe Stunde früher starten. Wir sind ja bereit, zuzuhören und uns immer noch weiter zu verbessern.

Beim Turnier sehen jetzt alle etwas müde aus, kein Wunder, es liegt halt eine lange Pokerwoche hinter jedem von ihnen. Und obwohl natürlich keiner hinter die Rail möchte, geht es irgendwie dann doch zu Ende. Als nur noch vier im Rennen sind, stimmt einer von ihnen das Wort „Deal“ an und nach und nach fallen die Anderen ein. Deal zu viert, für jeden ein erquickliches Weihnachtsgeld.

Tja, nun wird es Zeit, mein Tagebuch zu schließen und ich tue diese mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Es war eine tolle Woche, mir hat es großen Spaß gemacht und den Beteiligten offensichtlich auch. Es war eine schöne Werbung für das Pokerspiel und, obwohl es doch um viel Geld ging, war die Stimmung immer entspannt und freundlich. Das war das lachende Auge. Das weinende: Mir tun die Füße weh und mein Akku ist alle. Morgen heißt es wieder Business as usual.

Auf diesem Wege wünsche ich allen Pokerfreunden, die uns das ganze Jahr 2011 die Treue gehalten und uns mit Anregungen auf die richtigen Wege gebracht haben, ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches und erfolgreiches Jahr 2012!

Bis nächstes Jahr,
Euer Ralf Albert
Wiesbadener Pokerchef

Spielbank Wiesbaden – mehr Poker geht nicht in Rhein-Main!
Und jede Nacht bis 4 Uhr morgens.

Die Gewinner des X-Mas Deep Stack Turniers vom 18. Dezember 20011:

1. NN 6.570,- Deal
2. Holger König (D) 5.850,- Deal
3. Cem Yilmaz (D) 5.080,- Deal
4. Igor Bacic (D) 4.760,- Deal
5. Hazzad 2.140,-
6. Michael Fuchs (D) 1.830,-
7. NN 1.520,-
8. Gino Casino (D) 1.220,-
9. Uwe Hofmann 920,-
10. NN 610,-
Die letzte X-Mas-Schlacht ist geschlagen: Igor Basic (4), Holger König (2) und Cem Yilmaz (3)
Die letzte X-Mas-Schlacht ist geschlagen: Igor Basic (4), Holger König (2) und Cem Yilmaz (3)

Die Pokernacht in Zahlen:

  • 157 Pokerbegeisterte
  • 19:00 Uhr Turnierbeginn
  • 500,- NLH FO
  • 61 Turnierspieler (Fortsetzung vom Vortag)
  • 6 Turniertische
  • 30.500,- Preisgeldpool
  • 5 Cash-Tables im Klassischen Spiel mit Blinds 5/10 und 10/10 (Omaha)
  • 2 PokerPro-Tische im neuen Automatenspiel mit Blinds 1/2

Turnierleiter: Sebastian Richter

Quelle: Spielbank Wiesbaden