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Tunierverbot für die „Poker-Bundesliga“

Das Landesgerichts Münster erlässt ein Turnierverbot für die „Poker-Bundesliga“ per Eilurteil, wenn die Spieler ein Startgeld bezahlen müssen.

pokerbundesligaDie „Poker-Bundesliga“, sind Live-Tuniere in vielen Städten deutschlandweit. Diese jährliche Meisterschaft funktioniert mit einem Punktesystem, bei dem über ein Jahr ein Gesamtsieger für Bund und Land ermittelt wird. Der Wohnort der Spieler entscheidet, für welche Region gespielt wird in der „Poker-Bundesliga“. Die Preise sind ausschließlich Sachpreise wie z.B. Reisen, Elektronikgeräte oder Buy-Ins für Casinos. Um die Unkosten zu decken gibt es jedoch eine Startgebühr von € 15,- . Diese Gebühr hat nun das Verwaltungsgericht Münster veranlasst, den dortigen Event der „Poker-Bundesliga“ zu verbieten.

Das städtische Ordnungsamt hat dem Veranstalter das Turnier in einer Gaststätte untersagt, wenn die Startgebühr von € 15,- bestehen bleibt. Gegen diesen Bescheid hat der Turnierveranstalter bei Gericht Einspruch erhoben.
In einem Eilbeschluss hat das Verwaltungsgericht Münster sich aber gegen den Einspruch entschieden. Das heißt nun, dass die „Poker-Bundesliga“ nicht stattfinden wird. Auch der Vorschlag die Stargebühr von € 15,- als Spende, im Sinne einer Wohltätigkeitsveranstaltung, einzuheben wurde untersagt.

Die Gerichtsbegründung ist, dass bei einer Einzahlung von Geld automatisch der neue deutsche Glücksspielstaatsvertrag in Kraft tritt. Dieser besagt, laut der Interpretation des Verwaltungsgerichts Münster, dass diese Turnier von einer Geschicklichkeits- zu einer Glücksspielveranstaltung wird, der Gewinn also vom Zufall abhängt und die Veranstaltung eines Turniers deswegen nur in Räumlichkeiten staatlicher Spielbanken gestattet ist.