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USA hat Gespräch mit EU wegen UIGEA verschoben

Die Vertreter der Europäischen Union sollten sich eigentlich Anfang August mit den Kollegen aus den USA treffen, um sich über den Unlawful Internet Gambling Enforcement Act (UIGEA) zu unterhalten. Jedoch wurde nun das Treffen auf unbestimmte Zeit verschoben.

UIGEAEine weltweite Diskussion über das Verbot von ausländischen Online-Gaming Anbietern kam ins Rollen, basierend auf den Entscheidungen der World Trade Organisation (WTO) in der Causa Antigua und Barbuda gegen die USA. Die amerikanische Regierung möchte nicht, dass ausländische Firmen in heimischen Gefilden fischen gehen. Es liegt aber klar auf der Hand, dass das die WTO nicht zulassen kann und dies wurde auch mehrfach so entschieden.

Die Poker-Anbieter aus dem Raum der europäischen Union sind natürlich betroffen. Der UIGEA trifft vor allem jene Online-Rooms, die auf kleinen europäischen Inseln angesiedelt sind. Aber dass die USA sich nun auf Anraten des US Trade Representative Office entschlossen haben, das Treffen zu verschieben, trägt nicht zur Verbesserung der auswärtigen Beziehungen bei.

EUEin wenig Ironie liegt bei dem Treffen aber schon- denn die EU will unbedingt eine Regulierung mit den USA finden, aber kann sich in den eigenen Staaten nicht durchsetzen. Oder hat man sich erfolgreich gegen die Glücksspiel-Monopole der Mitgliedsstaaten durchgesetzt?
Klar ist die Beziehungen zu den USA wichtig und für die Wirtschaft von großer Bedeutung. Aber vielleicht sollte die EU sich doch zuerst um die eigenen Staaten kümmern, bevor man sich mit anderen anlegt. Die europäischen Pokerspieler wären bestimmt dankbar.